Für ein Bartagamenpärchen wird die Länge, Tiefe und Höhe des Terrariums aus dem 5-, 4- und 3-fachen der Kopf-Rumpf-Länge (kurz KRL) berechnet. Bei einer Größe von jeweils etwa 25 cm liegen die Mindestmaße des Terrariums für ein Pärchen bei 125x100x75 cm (LxTxH). Wer mehr als zwei Tiere halten möchte, muss für jedes weitere Tier eine Fläche von 15 % hinzuaddieren.
Damit die Bartagamen sich wohlfühlen, muss das Terrarium natürlich entsprechend eingerichtet sein. Dabei ist die Auswahl des richtigen Bodengrundes bedeutend. Er sollte aus Sand bestehen und möglichst grabfähig sein, so dass die Bartagamen Höhlen (z. B. für Eiablage oder Winterruhe) buddeln können. Dafür ist entweder Spielsand mit einer Beimischung von Lehmpulver (Verhältnis 1:10) oder auch lehmhaltiger Sand aus der Zoohandlung möglich. Stellenweise sollte der Sand etwa eine Höhe von 15 cm erreichen, damit die Tiere beim buddeln nicht gleich auf den Terrarienboden stoßen. Wer ein Pärchen hält, sollte spätestens bei Trächtigkeit des Weibchens eine Eiablagestelle schaffen. Hierfür ist es möglich, den Sand auf eine Höhe von etwa 20 cm zu bringen oder aber eine ausreichend große Eiablagebox ins Terrarium zu stellen. Der Sand sollte an dieser Stelle immer leicht angefeuchtet (nicht nass!) und grabfähig sein. Bei der Einrichtung ist darauf zu achten, dass die Bartagamen erhöhte Aussichtsplätze vorfinden, auf denen sie einen guten Überblick über das gesamte Becken haben. Aber auch Höhlen oder Unterschlüpfe für einen Rückzug sollten vorhanden sein. Stabile Äste eignen sich hervorragend zum Klettern, allerdings ist dabei zu beachten, dass die Bartagamen nicht nicht an die Beleuchtung gelangen können. Die Rückzugsmöglichkeiten können mit Steinen, Rinde, Korkröhren oder Wurzeln geschaffen werden. Mit ungiftigen Pflanzen kann man das Terrarium zusätzlich verschönern. Damit man beim Gießen den Sand nicht durchnässt, ist es ratsam, die Pflanzen gleich im Topf in das Terrarium zu stellen. Aufgrund der natürlichen Lebensräume in Australien ist eine übermäßige Bepflanzung nicht zwingend notwendig, da sie auch in der Natur nur spärlich vorzufinden ist. Allgemein ist bei der Einrichtung darauf zu achten, dass eine Lauffläche vorhanden bleibt und keine Hindernisse entstehen. Eine Rückwand mit Ablageflächen für die Tiere schafft zusätzlichen Bewegungsspielraum.
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