Rachitis


Rachitis

Auch wenn es so klingt - Rachitis hat hier nichts mit einer Entzündung des Rachenraumes zu tun. Es handelt sich hierbei um eine Stoffwechselerkrankung, welche durch Störungen in der Aufnahme von Vitaminen und Mineralien entstehen kann und zur Erweichung und einer damit verbundenen Verkrümmung der Knochen führt. Der häufigste Grund dafür ist die mangelnde Versorgung mit Vitamin D3 und/oder Kalzium. Das Frühstadium der Erkrankung äußert sich in der Regel dadurch, dass die Bartagame beim Laufen ihren Schwanz immer wieder starkt anhebt. Auch an den biegsamen Kieferknochen, durch Buckel, Knicke im Schwanz, Kieferdeformierungen oder Verkrümmungen an Beinen zeigt sich eine Rachitis. Wird diese nicht behandelt, schreitet sie weiter fort. Dabei werden die Bewegungen unkoordiniert, irgendwann können die Hinterbeine nur noch hinterher gezogen werden. Durch die Deformierung des Kiefers kann die Bartagame eventuell die Nahrung nicht mehr selbst aufnehmen und in einigen Fällen kann sie sogar Zitteranfäller bekommen. Dreht man die Bartagame nun auf den Rücken, kann sie sich ohne Hilfe nicht mehr umdrehen. Durch die weichen Knochen kann es außerdem schon bei Sprüngen aus geringer Höhe zu Knochenbrüchen kommen. Um einer Rachitis vorzubeugen, sollte die Ernährung so gestaltet werden, dass es garnicht erst zu einem Kalzium oder Vitamin-D3-Mangel kommen kann. Dabei ist bei der Wahl der richtigen pflanzlichen Nahrung auf ein positives Kalzium-Phosphor-Verhältnis zu achten, da ein Überschuß an Phosphor den Knochen das Kalzium entzieht. Kalzium kann auch in Form einer Sepia-Schale zur Verfügung gestellt werden.Zusätzlich sollten die Futtertiere mit einem Vitaminpräparat bestäubt werden, um auch Vitamin D3 zuzuführen. Oft entsteht eine Rachitis aber dadurch, dass das Tier mit zu wenig UVB-Strahlung versorgt wurde. Diese Strahlung benötigen die Tiere, um körpereigenes Vitamin D3 zu produzieren, welches benötigt wird, um das Kalzium in den Knochen einzulagern. Sind bereits Symptome einer Rachitis zu erkennen, so sollte man die Ernährung schnellstmöglich umstellen. Bartagamen müssen jetzt etwa doppelt soviel Kalzium wie Phosphor zu sich nehmen. Der Phosphorüberschuss bei Lebendfutter ist durch das Einstäuben mit Vitaminpulver zu korrigieren. Um das Kalzium einlagern zu können, muss genügend körpereigenes Vitamin D3 vorhanden sein, weshalb das Tier aus einem Mindesabstand von 1 m Entfernung etwa 30 bis 60 Minuten täglich bestrahlt werden sollte. Die Rachitis kann in der Regel so zwar gestoppt werden, allerdings sind bereits entstandene Knochendeformationen irreversibel.



(C) Bartagamen.biz 2007 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken